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Multilanguage support in WordPress

| 4 Kommentare

Viele Blogger setzen ihr geliebtes WordPress mitlerweile ja auch als CMS ein. Das bietet sich ja auch an. Das meiste, was man für eine “normale” Webseite benötigt, kann man problemlos über die Pages abbilden. Nur wo es noch hakt, ist die Möglichkeit, diese Seite dann auch mehrsprachig zu gestalten.

Lösungsmöglichkeiten um einem multilanguage support gibt es schon einige. Eine, bei der Google-Recherche gefundene Möglichkeit ist das Spiegeln der Site/ des Blogs durch Aufsetzen einer zweiten WordPress Installation. Das halte ich aber für wenig sinnvoll, da hier eben auch zwei komplette Versionen zu pflegen sind. Weiterhin gibt es für diesen Zweck natürlich auch schon eine Handvoll ambitionierter Plugins. Davon habe ich mir einige angesehen und war ziemlich enttäuscht über das Ergebnis. Ich mir die Plugins vorgenommen, die mir bei der Google-Suche am häufigsten über den Weg gelaufen sind.

Mein Testkriterien waren:

  • Einfache Installation,
  • einfache Bedienung
  • stabile Seitenergebnisse
  • Übersichtlichkeit

Die ersten drei Plugins arbeiten alle nach dem selben Prinzip. Man erstellt einen Post und innerhalb des Textes werden dann die Trennmarken, bzw. die Spachdefinitionen und dann folgt der übersetzte Text.

  • qtranslate
    <!–:de–>deutscher Titel<!–:–><!–:en–>englischer Titel<!–:–>
  • Polyglott plugin
    [lang_cs]Dva studenti…[/lang_cs]
    [lang_en]In a Rhodes tailor shop…[/lang_en]
  • Language Switcher
    <div lang="de">
    Hallo Welt.
    </div>
    <div lang="us">
    Hello World.
    </div>

Als Fazit muss ich hier sagen, dass das Ergebnis alles andere als befriedigend war! Ich halte es nicht für sinnvoll die Texte zu mischen. Es entsteht ein unübersichtliches Kauderwelsch und ich bin mir nicht sicher, ob das als Suchmaschinenfreundlich zu bezeichnen ist. Dann müssen teilweise auch noch Änderungen am Theme vorgenommen werden, was meiner Meinung nach nicht zu vertreten ist. Ich möchte das auch ohne großartige Anpassungen ändern können. Das schlimmste, was mir mit qtranslate passiert ist, ist dass Texte im Nirvana verschwunden sind. Gut, dass ich so etwas nur auf Testinstallationen mache …

Ich habe mich daraufhin schon fast mit der parallelen Installation abgefunden, die über unterschiedliche Subdomains funktioniert:

Deutsch: http://www.de.tld.de
Englisch: http://www.en.tld.de
Das größte Problem dabei ist neben der Wartung und Pflege von zwei Installationen die Verbindung zwischen diesen beiden herzustellen. Blöd, viel zu hoher Aufwand und äh, “unschön”.

Dann habe ich auf einer Seite den Hinweis auf WPML gefunden. Ja, tschaka! Das war genau das Plugin, das ich gesucht habe. For free, einfache Installation und eine absolut einfache Bedienung und Unterstützung für beliebig viele Sprachen.

WPML ist ein WordPress-Plugin, das WordPress und WordPressMU in komplette, mehrsprachige Redaktionssysteme verwandeln kann.

Mit WPML können Sie die Inhalte und das Theme Ihrer Seite übersetzen. Sie können außerdem Navigationselemente zur Erstellung ganzer Webseiten, nicht nur Blogs, hinzufügen.

WPML legt im Admin Dashboard ein kleines Menü an, über welches das Plugin gesteuert werden kann und bei den Edit-Seiten, kann jede Sprache für sich editiert werden. So ist es möglich auch die Titel und die Seitennavigation in den ausgewählten Sprachen anzeigen zu lassen. Mann kann hier sogar noch auswählen, ob unübersetzte Inhalte angezeigt werden sollen oder nicht.

Als besonderes Schmankerl kann man sich seine Texte professionell übersetzen lassen.

Wer also WordPress mehrsprachig betreiben möchte, der sollte sich WPML unbedingt ansehen. Bei mir läuft das Plugin auf einer meiner Seiten: http://noob.becos.net/.

Update 18.02.2011: Das Plugin wird leider nicht mehr kostenlos angeboten 🙁 Die Preise liegen zur Zeit bei $ 29,- für Blogs und $79,- für CMS. Das ist nicht die Welt, aber trotzdem schade, dass man hier Geld bezahlen muss.
Ich meine aber, dass sich diese Investition trotzdem lohnt.

4 Kommentare

  1. Hi,

    vielen lieben Dank für diesen tollen Bericht, habe mir das Plugin gleich runtergeladen und installiere es gerade auf meiner Client Webseite.
    Sehr toll geschrieben und sehr sehr hilfreich. DANKE!
    enjoy
    christian

  2. Plugin ist mittlerweile kostenpflichtig

  3. Ich mir die Plugins vorgenommen, die mir bei der Google-Suche am häufigsten über den Weg gelaufen sind.

    Dort fehlt ein „habe“ nach dem „Ich“ – Anonsten danke für den informativen Artikel!

  4. Sorry wegen Doppelpost -.- Nun habe ich einen Flüchtigkeitsfehler bei mir drin: „Ansonsten“ sollt es werden und nicht „Anonsten“ 🙂 Wäre nett wenn du das änderst und dann das zweite Kommentar (dieses hier) löscht 🙂 Danke!

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