Blafasel bloggt

Wo die Macht geistlos ist, ist der Geist machtlos

Die Küchensituation

| 3 Kommentare

Der Titel meines heutigen Blogpostes, ist entlehnt an eine Episode aus dem Film Pulp Fiction. Dort gibt es eine Sequenz die mit “The Bonnie Situation” betitelt ist. Im Film ist es etwas blutiger, aber irgendwie kommt es auf’s selbe hinaus. Auch hier könnte man einen Cleaner gebrauchen …

Jeder, der in einem Büro mit mehr als zwei Mitarbeitern arbeitet kennt das Szenario: Es gibt kein sauberes Geschirr in den Schränken, die Spülmaschine ist rappelvoll und in der Spüle stapeln sich, mit einer ekligen Schicht bäh überzogen, Teller und Tassen. Meinem Kollegen ist das wieder einmal sauer aufgestoßen und er hat eine Mail an die lieben Mitarbeiter geschickt:

In den letzten Jahren konnten wir immer wieder lehrreiche und stets freundliche Hinweise vom Officemanagement  lesen, die uns die Tücken des täglichen Lebens bzgl. der Haushaltsführung ein wenig näher gebracht haben und somit zum Ausbau unser Kompetenzen beigetragen haben.
Daher sollte der nachfolgende Fragebogen allen Mitarbeitern vor keine allzu großen Probleme stellen:

Es geht los:

Frage 1 – Was tun wenn die Kaffemaschine leer ist?

  1. Fünf Minuten lang pumpen, weil das Geräusch so lustig ist.
  2. Vorsichtig auf den Pumphebel drücken aber nicht gleich ganz durchdrücken! Der erfahrene Kaffetrinker erkennt sofort den Füllstand der Thermokanne. Wenn das Geräusch “ich bin leer” signalisiert wird, SOFORT aufhören und sich spontan für ein anderes Getränk entscheiden!
  3. Neuen Kaffe aufsetzen, es sei denn, es ist später Nachmittag und die meisten Kollegen sind schon daheim.

Frage 2 – Die Spüle steht voller Tassen. Wie damit umgehen?

  1.  Die eigene Tasse einfach daraufstellen. Vorher ggf. die Reste des kalten Kaffees mit reichlich Zucker strecken, damit eine sirupartige Masse entsteht. Dann den Inhalt über die anderen Tassen und Müslischüsseln verteilen (bitte kein Geschirrstück vergessen!!). Der Profi stellt noch kurz den Wasserhahn an :-) ACHTUNG! Wenn die Spüle bereits überfüllt ist, aufpassen dass der schöne Turm nicht zusammenbricht. Das würde den kreativen Köpfen der Schöpfer das Herz brechen ;-)
  2. Die Tasse auf die Süßigkeitenbox stellen oder ins Regal oder auf den Tisch – es findet sich immer ein Ort, um die Tasse zu entsorgen.
  3. In die Spülmaschine stellen

Soweit war’s einfach. Nun kommen die kniffligen Fragen:

Frage 3 – Sie sind bei Frage 2 auf die wahnwitzige Idee gekommen, sich für Antwort c. zu entscheiden. Doch es gibt ein Problem!
In der Spülmaschine steht Geschirr! Was tun?

  1. Ich habe zuhause keine Spülmaschine – ich fühle mich der Situation nicht gewachsen und verlasse augenblicklich die Küche!
  2. Ich freue mich, dass Geschirr drin steht und versuche irgendwie einen Platz für meine Müslischale zu finden. Dabei lege ich besonderen Wert darauf, mit der schmutzigen Müslischale möglichst viel von dem sauberen Geschirr abzudecken. Zusätzlich platziere ich meinen benutzten Löffel geschickt im Geschirrkorb (möglichst weit innen, damit niemand die Sauerei entdeckt) und den Kaffebecher mit dem Kafferest in die obere Etage, so das noch mehr von dem sauberen Geschirr eingesaut wird.
    Zusätzlich schließe ich Wetten ab, wer meiner KollegenInnen am nächsten Tag wohl den angesabberten Löffel erwischt. Vielleicht räumt ja irgendein Depp das Ding aus und merkt nix von meinem Sabotageakt:-)))
  3. Ich prüfe, ob das Geschirr sauber ist und räume es dann ggf. unter Benutzung eines Geschirrhandtuches aus und stelle alles an seinen Platz zurück. Anschließend räume ich herumstehendes Geschirr (auch Müslischalen!! ) ein. Falls die Maschine voll ist, kann ich diese gefahrlos unter Verwendung eines Geschirrtabs anstellen.

Viel Spaß beim Raten

Langjährige empirische Untersuchungen in diversen Unternehmen haben gezeigt, dass diese Phänomen fast überall auftritt.
Ganz schlimm wird es, wenn an der Berufsbezeichnug auch ein “Manager” hängt, dann kann man nämlich davon ausgehen, dass der gute Mann doch besseres zu tun hat, als seinen Teller und eine Tasse zu Küche zu tragen.

Dazu habe ich dann nur zu sagen: Dreckiges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert!

Autor: Martin

Teilzeitblogger, Werder Fan, Softwareentwickler, Fotograf, Chaot, Ehemann, Vater, Internet-Junkie

3 Kommentare

  1. Das kenne ich gut aus unserem Büro. Das nervt wirklich.
    Wir versuchen schon so lange das in den Griff zu bekommen, aber auch meine Kollegen sind Lernresistent!

  2. Geschirr einfrieren ist gut :D

  3. Ja, leider ein alltägliches Phänomen.

    Eine radikale Methode:
    a) jeder bringt sein eigenes Geschirr mit
    b) der Putzdienst hat am Abend die Aufgabe, nicht gereinigtes / aufgeräumtes Geschirr im Abfall zu entsorgen

    Das wird dann auf die Dauer zu teuer für die / den Betroffenen.

    Gruß

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.