Blafasel bloggt

Wo die Macht geistlos ist, ist der Geist machtlos

12.01.2011
von Martin
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Wanderung Hamburg – Berlin #6

3. Etappe: Lenzen – Perleberg (34Km)

Dank Herrn Hagen konnten wir etliche Kilometer der unangenehmen Straße im Auto hinter uns bringen und der eigentliche Startpunkt dieser Etappe war für uns der Ort Ferbitz. Der Postweg führt von hier aus wunderschön durch Wiesen und Wälder und macht einfach Spaß zu laufen. Unsere Laune war dem entsprechend gut und wir unterhielten uns lange Zeit über die netten Menschen, denen wir bisher begegnet sind. Eine völlig neue, aber auch sehr schöne Erfahrung für uns.
Über Birkholz und Laaslich kamen wir dann nach Nebelin.
Während der letzten Tage kamen wir immer wieder durch kleine Ortschaften, bei denen sich mir oft der Vergleich zu einem schlechten Western auftat: Der böse Revolverheld kommt über die staubige Mainstreet in die Stadt und überall gehen die Fensterläden zu, Mütter holen ihre Kinder herein und das einzige Geräusch ist ein Hund der ab und an in der Ferne bellt. In Nebelin war es ähnlich. Nur ein alter Mann trotzte der Gefahr und fegte weiter den Rinnstein. Bei ihm angekommen sprach er uns an: „Oh, Wanderer. Die sieht man hier selten!“. Daraus entspann sich ein längeres Gespräch, wieder mit vielen Tipps zum Postweg und gaanz vielen Informationen zum Dorf. Ich fühlte mich beinahe wie auf einer Werbeveranstaltung:). So erfuhren wir so wichtige Sachen,  wie die Anzahl der Kinder im Kindergarten, was die Sanierung der Kirche kostete und wer wo wohnt. Besonders wichtig war ihm zu erzählen, dass Gegenüber zwei Männer aus Berlin in einer, einer, äh, WG leben 🙂 und nur am Wochenende da sind, wenn sie ankommen als erstes draußen sitzen und Kaffee trinken, anstatt Rasen zu mähen oder etwas am Haus zu machen… Das angebotene Zimmer in seiner Pension lehnten wir auf Grund des zu erwartenden „Familienanschlusses“ ab und zogen dann weiter. Alles im allen war der Mann nett und er hatte Freude am erzählen und ich habe mir die Geschichten gern angehört.

Da wir zu diesem Zeitpunkt auch schon wieder 14 Kilometer gelaufen sind, zufällig eine Bushaltestelle auftauchte und der Bus in 45 Minuten kommen sollte, haben wir kurzerhand beschlossen, die restlichen Kilometer bis Perleberg nicht über den Asphalt zu laufen, sondern mit dem Bus zu befahren. Der Bus, ein großer Überland-Linienbus, war bis auf den Fahrer leer und so entwickelte sich nach kurzer Zeit eine lebhafte Unterhaltung. Bis Perleberg stieg auch niemand zu, sodass wir uns ein bisschen wie VIP’s vorkamen.

Während der Busfahrt haben wir noch einmal die Karte angesehen und festgestellt, dass der weitere Weg bis Kyritz komplett entlang der B5 gehen würde, die nach Aussage des Busfahrers auch sehr stark befahren sei, besonders durch polnische LKW, die die Autobahnmaut sparen wollen. Diese Aussicht ließ uns den Entschluss fassen, ab Perleberg den Anschlussbus zu nehmen. Dieser war auch leer und unser Chauffeur erzählte uns auch einige Döntjes und Anekdoten seiner Lebensgeschichte. In Kyritz wich er dann auch noch etwas von seiner Tour ab, um uns an einem für uns günstigen Punkt herauszulassen, nett.

Bisherige Artikel zu Thema:
Wanderung Hamburg – Berlin #1
Wanderung Hamburg – Berlin #2
Wanderung Hamburg – Berlin #3
Wanderung Hamburg – Berlin #4
Wanderung Hamburg – Berlin #5

12.01.2011
von Martin
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Wanderung Hamburg – Berlin #5

2. Etappe: Lübtheen – Lenzen (33Km)

Im strömenden Regen startete unsere zweite Etappe. Der Hotelbesitzer Herr Behrend hat uns noch einen Tipp gegeben, wo wir entlang gehen sollten, um nicht wieder direkt an der Straße laufen zu müssen. Das hieß zwar, die die eigentliche Poststrasse zu verlassen, aber zum laufen war das aber deutlich angenehmer als auf Asphalt. So führten uns die ersten Kilometer im Regen durch den Wald von Lübtheen über Jessenitz nach Volzrade, wo wir wieder auf den eigentlichen Postweg stießen. Von dort ging es dann auf und neben der L6 nach Vielank. Auf Grund des Wetters und der körperlichen Belastung des Vortages, haben wir, als wir in Vielank ankamen und dort das Brauhaus sahen, beschlossen, dass wir unsere Tagesetappe hier beenden und unseren Körpern etwas Regeneration und den Blasen an den Füßen etwas Pflege zukommen lassen werden. Dabei sei Angemerkt, dass Blasenpflaster das allerletzte sind. Meine Erfahrung, die ich während meiner Zeit bei der Bundeswehr gemacht habe ist die, dass es besser ist, die Blasen aufzustechen und evtl. einen Faden durch die Blase zu ziehen, als ein Blasenpflaster zu benutzen, welches alle noch schlimmer macht, da dadurch die Haut komplett aufgeweicht wird und man später eine große wunde Stelle hat. Also haben wir statt der geplanten 33 Km nur 9 Km zurückgelegt und das war auch in Ordnung so!

Die spontane Unterbrechung unserer Wanderung und die Einkehr im Vielanker Brauhaus sollte sich als Glücksfall erweisen. Es gab noch ein freies Zimmer in einem Nebengebäude, welches 200 Meter vom Brauhaus entfernt ist. Mit schmerzenden Füßen können auch die paar Meter sehr lang werden… Die Zimmer sind sehr liebevoll im rustikalen Landhausstil eingerichtet und es ist schon erstaunlich welch Genuss eine heiße Dusche sein kann. Da die Matratzen in unserem Zimmer von angenehmer Härte waren und ich den Fehler machte, mich nach dem Duschen etwas hinzulegen, schlief ich dann erst einmal ein Stündchen:-) Dann waren wir bereit, das Brauhaus zu erkunden. In dem urigen Gasträumen haben wir dann das gute Essen und super leckere Bier (0,3l für 1,80€) genießen können. Sehr zu empfehlen ist der Flammkuchen. Auch auf die Gefahr hin, dass meine Erzählung wie ein Werbeartikel klingt, möchte ich jedem einen Besuch des Vielanker Brauhauses ans Herz legen. Ich finde für uns Hamburger ist das Vielanker Brauhaus ein tolles Ziel für einen Wochenendausflug!

Später haben wir dann überlegt, wie wir unsere Tour fortführen. Die Karten sagten uns, dass wir, wenn wir dem Postweg weiter folgen wollten, die meiste Zeit des Weges bis nach Lenzen auf der Strasse laufen würden. Also haben wir kurzerhand beschlossen, mit dem Bus zu Fahren. Als wir am nächsten Morgen in der Rezeption nach dem Bus und den Abfahrtszeiten fragten, blickten wir in ein erstauntes Gesicht der Mitarbeiterin und bekamen die Antwort: „Bus? Hier? Nee, tut mir leid, gibt es hier nicht. Sie können aber von Dömitz aus mit dem Bus fahren. Ist nicht weit weg, nur 15 Kilometer …“. Als wir der Dame dann erklärten, dass wir zu Fuß unterwegs seien und das 15 Kilometer eine Tagesetappe wäre, war es an ihr etwas erstaunt zu sein. Wir meinten dann, wir überlegen uns wie wir weitermachen und gingen zum erst einmal zum Frühstück. Nach ein paar Minuten kam dann die Rezeptionistin zu uns und meinte, dass der Geschäftsführer nach Dömitz müsste und uns gerne mitnähme. Das Angebot haben wir gern angenommen und Herr Hagen hat dann mit uns noch eine kleine sightseeing Tour durch die Region gemacht und uns viel über die Gegend erzählt. Zum Beispiel über die größte Binnenwanderdüne Europas, die zwischen Vielank und Dömitz liegt und die wir vom Auto aus „besichtigt“ haben. Herr Hagen hat uns dann bis kurz hinter Lenzen in den Ort Ferbitz gebracht, von wo aus wir unsere Wanderung auf der Postroute fortsetzten.

Die Erzählung über Vielank und das Brauhaus nimmt so viel Raum ein, weil ich immer noch total begeistert von dem Servicegedanken bin, der dort von ganz oben bis nach ganz unten an den Tag gelegt und gelebt wird. Klasse!

Bisherige Artikel zu Thema:
Wanderung Hamburg – Berlin #1
Wanderung Hamburg – Berlin #2
Wanderung Hamburg – Berlin #3
Wanderung Hamburg – Berlin #4

12.01.2011
von Martin
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Wanderung Hamburg – Berlin #4

Teil IV – Die Wanderung

Um es gleich vorweg zu nehmen: Wir sind schon am ersten Tag von der ursprünglichen Planung abgewichen, was sich im Nachhinein als gute Entscheidung herausstellte. Ich hatte ja bereits angemerkt, dass viele Teile der alten Hamburger Poststrasse im aktuellen Verkehrsnetz aufgegangen sind. Insbesondere in der sehr stark befahrenen B5 und im weiteren Verlauf in der L5 und L165. Bedauerlicher Weise ist der Ausbau an Fahrradwegen neben der eigentlichen Fahrbahn in Mecklenburg und Brandenburg noch nicht sehr weit vorangeschritten, so dass man sehr oft auf der Fahrbahn laufen muss, während Autos und LKW mit sehr hoher Geschwindigkeit an einem vorbeibrausen. Das ist zum einen sehr gefährlich, zum anderen macht das überhaupt keinen Spaß. Weiterhin kommt eine Komponente hinzu, die nicht außer Acht gelassen werden sollte: Laufen auf Asphalt mit einem 12 Kg schweren Rucksack auf dem Rücken tut in den Füßen weh, sehr weh!

Wir haben aus den oben beschriebenen Gründen den ersten Teil des Postweges ausgelassen. Dieser führt vom Stephanplatz in Hamburg über die B5, Bergedorfer Straße nach Bergedorf und dann über Escheburg nach Geesthacht. Von hier aus über den grünen Jäger nach Tesperhude und an der Elbe entlang über Lauenburg nach Boizenburg.

1. Etappe: Boizenburg – Lübtheen (32 Km)

Von Boizenburg aus geht man über die Dorfstraße bis Bahlen um dann an der L195 entlang Richtung Gülze zu wandern. An einer kleinen Ansiedlung, hier ist eine Bushaltestelle, wendet man sich nach links auf einen Feldweg und folgt diesem über Hühnerbusch und Kuhlenfeld. Dieser Teil ist sehr schön zu wandern und macht viel Spaß, da man hier fast ausschließlich in einem Laubwald auf Sandwegen unterwegs ist.

Der Postweg führt über Dersenow und Damerez nach Brahlstorf. Hier gelangen wir aber an das erste, nicht einfach zu umgehende Hindernis, nämlich die Hochgeschwindigkeits Bahnstrecke Hamburg – Berlin. Hier sind fast alle Übergänge geschlossen worden und über die Gleise zu gehen ist verboten und obendrein auch absolut lebensgefährlich. Daher sind wir auf einem Feldweg neben der Gleisanlage nach Brahlstorf gegangen. In Brahlstorf sind wir das erste Mal als Wanderer identifiziert und angesprochen worden. Ungefragt gab es Tipps zu dem noch vor uns liegendem Weg und wir wurden gefragt, ob wir etwas essen oder trinken möchten. Die Ratschläge zum Weg haben wir dankend angenommen, die Bewirtung nicht. Ich muss sagen, dass mich das zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich irritiert hat. Über Langenheide sind wir nach Quassel gelaufen und haben festgestellt, dass 32 Km für die erste Etappe doch ganz schön viel sind. Also Zähne zusammenbeißen und weiter nach Lübtheen. Dort hatten wir uns das Hotel Behrend im Vorfeld ausgeguckt und wir waren sehr froh, als wir dort mit einsetzendem Regen, der sich anschließend zu einem ausgewachsenem, schweren Gewitter steigern sollte, ankamen.

Eine heiße Dusche und ein gutes Essen im Hotelrestaurant haben unsere Lebensgeister dann kurzzeitig wiederbelebt, aber wir sind dann recht schnell ins Bett gefallen und haben wie die Steine geschlafen. Um die Wahrheit zu sagen, ich war total fertig und habe mich gefragt, wie ich am nächsten Morgen überhaupt weiterlaufen soll. Aber es ging dann doch und nach einem guten Frühstück waren wir bereit die nächste Etappe in Angriff zu nehmen.

Weitere Artikel zu Thema:
Wanderung Hamburg – Berlin #1
Wanderung Hamburg – Berlin #2
Wanderung Hamburg – Berlin #3

17.11.2010
von Martin
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Axel E. Fischer, CDU, fordert…

Axel E. Fischer CDU-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der Enquête-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft hat einen prächtigen Bock geschossen und forderte ein „Vermummungsverbot“ im Internet. „Es könne nicht sein, dass sich Bürger hinter selbstgewählten Pseudonymen versteckten und sich so der Verantwortung entzögen“.
Tja, da weiß man, woran man ist mit dem Herrn Vorsitzenden, mehr dazu bei Netzpolitik.
Aber dann gibt es diese bösen, bösen –teilweise vermummten- Menschen, die sich im Internet einen Spaß daraus machen und sogleich einen Twitter-Mem produzieren. Ich habe hier mal einige dieser, teilweise richtig tollen, Sprüche gesammelt

Axel E. Fischer, CDU, fordert Nichtraucherschutz in sozialen Netzwerken.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Wärmeschutzverglasung für Windows.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Buchpreisbindung für Facebooks.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Drogenspürhunde für Datenpakete.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Sicherheitsabstand auf Datenautobahnen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Tierheime für LOLcats.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Wasserqualitätsprüfungen für Quelltext.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Nachnamen für Bernd.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Pflaster für Schnittstellen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Fahrradwege im Internet.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Überwachungskameras für Onlinebanking.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Extremismusprogramm gegen Links. (!)
Axel E. Fischer, CDU, fordert Impfschutz für Computermäuse.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Fluchtwege in Chaträumen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Webseiten auch in gedruckter Form auszuliefern.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Lebensmittelkontrollen für Cookies.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Kaufhausdetektive für Webshops.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Nährstoffampel für Cookies.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Winterreifenpflicht für Datenautobahnen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Überholverbot auf Datenautobahnen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Recht vor Links auf Datenautobahnen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Halteverbot auf Datenautobahnen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Sicherheitsgurte für WLANs.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Ritalin gegen ADSL.
Axel E. Fischer, CDU, fordert das Schubsen von Pixeln strafrechtlich zu verfolgen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Nacktscanner fürs Internet.
Axel E. Fischer, CDU, fordert GPS-Empfänger für Navigationsleisten.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Helmpflicht für Internetsurfer.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Anti-Terror-Einheit gegen Forkbomben.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Öffnungszeiten für Online-Shops.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Stalker-Gesetz gegen Follower.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Führerschein für Bugtraecker.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Atomstrom für SimCity-Städte.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Angelschein für Phishing.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Kippschutz für Windows.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Wesenstests von Emoticons.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Bundeswehreinsatz gegen Google-Bombs.
Axel E. Fischer, CDU, fordert dass Datenmüll getrennt wird.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Staudämme gegen Emailflut.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Kondome für sicheren Datenverkehr.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Zuchtnachweis für reinrassige LOLcats.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Raketenabwehrschirm gegen DoS-Angriffe.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Luftschutzübungen für Cyberwars.
Axel E. Fischer, CDU, fordert recylingfähige Spamfilter.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Telefonbuch für IP-Adressen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Hasch-Tags unter das Betäubungsmittelgesetz zu stellen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert biometrische Avatare.
Axel E. Fischer, CDU, fordert schärferen Brandschutz für VPN-Tunnel.
Axel E. Fischer, CDU, fordert einheitliche Formulare für Kommentarfunktion.
Axel E. Fischer, CDU, fordert verstärktes militärisches Engagement in Java.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Rettungspakete für Datenbanken.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Reservate für Apachen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Endlager für Atom-CPUs.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Einsatz von Langzeitarbeitslosen als Webcrawler.
Axel E. Fischer, CDU, fordert die Abschiebung von Mister Wong.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Dreifachverglasung für Browserfenster.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Rechtschreibreform für Leetspeak.
Axel E. Fischer, CDU, fordert verpflichtende Internet-Kurse für CDU-Mitglieder.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Frauenquoten für Man-in-the-Middle-Angriffe.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Fangquoten für Fail-Whales.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Bekenntnis von WoW zur christlich-jüdischen Leitkultur.
Axel E. Fischer, CDU, fordert regionale Sendegebiete für Webradios.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Rundfunkräte für Youtube.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Unwetterwarnungen bei Shitstorm-Gefahr.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Türsteher vor Chaträumen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Agrarsubventionen bei Farmville.
Axel E. Fischer, CDU, fordert eine Integrationsdebatte für externe Festplatten.
Axel E. Fischer, CDU, fordert beheizte Stallungen für trojanische Pferde.
Axel E. Fischer, CDU, fordert schärfere Sprengstoffkontrollen bei E-Mail-Anhängen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Tollwutimpfung für Firefox.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Leinenzwang für Einbuchstabedanebentiere.
Axel E. Fischer, CDU, fordert den TOR-Schlüssel beim Hausmeister abzugeben.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Artenschutz für Feuerfüchse.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Mindestmaschengröße für das Netz.
Axel E. Fischer, CDU, fordert dass in Zukunft in der Enquête-Kommission für ihn verständlich gesprochen wird.
Axel E. Fischer, CDU, fordert alphabetische Sortierung bei Google-Ergebnisseiten.
Axel E. Fischer, CDU, fordert besseren Brandschutz für Firewalls.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Din-Normen für Popup-Fenster.
Axel E. Fischer, CDU, fordert ein Bekenntnis zur christlich-jüdischen Leitkultur für ausländische Webseiten.
Axel E. Fischer, CDU, fordert eindeutige Steueridentifikationsnummern für Sims.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Volkszählung in Second Life.
Axel E. Fischer, CDU, fordert TÜV-Abnahme bei Diskettenlaufwerken.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Deutsch als Programmiersprache.
Axel E. Fischer, CDU, fordert ein eigenes Angebot von Charlotte Roche.
Axel E. Fischer, CDU, fordert [Ihr Benutzername darf keine Leerzeichen und Umlaute enthalten!].
Axel E. Fischer, CDU, fordert [Dieser Tweet ist in deinem Land nicht verfügbar!].
Axel E. Fischer, CDU, fordert Handwerksordnung für WoW-Gilden.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Schanklizenz für die Progress Bar.
Axel E. Fischer, CDU, fordert mehr Sicherheit für Hackbraten.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Gespräche mit Peter Zwegat.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Notbeleuchtung für Dark Rooms.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Axt-Verbot für Hacker
Axel E. Fischer, CDU, fordert Waffenschein für Shooter-Spieler
Axel E. Fischer, CDU, fordert Auslieferung an Italien wegen Burnig-Rom
Axel E. Fischer, CDU, fordert viel mehr Blitzer wegen zu schnellen CPUs
Axel E. Fischer, CDU, fordert dass für die VDS alle besuchten Webseiten ausgedruckt werden.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Kastrationspflicht für unregistrierte Versionen von OSX Leop.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Frauenquote für Desktop-Icons, z.B. “Papierkörbin”
Axel E. Fischer, CDU, fordert Kündigungsschutz für Mietsoftware
Axel E. Fischer, CDU, fordert Betriebsrat für Installationsassistenten.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Telefonbuch für IP-Adressen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert DIN-Norm für WLAN-Kabel
Axel E. Fischer, CDU, fordert biologische Schädlingsbekämpfung für Bugs
Axel E. Fischer, CDU, fordert Sehtests für Datenbus-Fahrer
Axel E. Fischer, CDU, fordert Elterngeld für Motherboards
Axel E. Fischer, CDU, fordert Beleuchtung in Darknets
Axel E. Fischer, CDU, fordert Kalorienangaben auf Newsfeeds
Axel E. Fischer, CDU, fordert Kruzifixe in Chaträumen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Gehälterkürzungen für Bootmanager.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Pflaster für Schnittstellen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Seifenschale für SOAP.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Behindertenschulen für Overheads.
Axel E. Fischer, CDU, fordert mehr Klopapier auf dem W3C.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Deutschprüfung für das Semantic Web.
Axel E. Fischer, CDU, fordert größere Biergläser für Bit’s.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Baugenehmigung für Firewalls.
Axel E. Fischer, CDU, fordert dickere Gitterstäbe gegen Jailbreaks.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Durchschläge für E-Mails.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Strahlenschutz für BluRay-Discs.
Axel E. Fischer, CDU, fordert roten Bluescreen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert geregelte Arbeitszeit für Domain Controller.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Baugenehmigung für XML-DOM.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Eintrittspreise für Laufzeitbibliothek.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Fahrplan des USB-Bus.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Tierschutz für GNU.
Axel E. Fischer, CDU, fordert ein Konzert von OASIS.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Lärmschutz für POP3-Konzerte.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Briefgeheimnis für PostScript.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Verfassung für Solid State.
Axel E. Fischer, CDU, fordert BRD-RAM.
Axel E. Fischer, CDU, fordert [Leider zensiert. Viele Grüße, Ursula]
Axel E. Fischer, CDU, fordert Schwimmwesten für Internetsurfer.
Axel E. Fischer, CDU, fordert artgerechte Haltung für Linuxpinguine.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Lebensmittelkontrollen für Applecomputer.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Ausbildungsnachweis für Datenträger.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Aufsichtspflicht für Script-Kiddies.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Einsatz von Nacktscammern.
Alex E. Fischer, CDU, fordert Streikverbot für Denial-of-Service
Alex E. Fischer, CDU, fordert Oberflächenversiegelung für Email
Alex E. Fischer, CDU, fordert psychologische Betreuung für Emoticons
Alex E. Fischer, CDU, fordert Sicherheitsnetz für Acrobat
Alex E. Fischer, CDU, fordert 24-Stunden-Tags
Axel E. Fischer, CDU, fordert Waffenverbot für Screen-Shots
Axel E. Fischer, CDU, fordert Apothekenpflicht für Fieber-Glas
Axel E. Fischer, CDU, fordert Lastbeschränkung für Datenträger
Axel E. Fischer, CDU, fordert Lebensmittelkontrollen für Festplatten
Axel E. Fischer, CDU, fordert Aufhebung der Num-Lock
Axel E. Fischer, CDU, fordert Auffangbecken zum Schutz gegen Pufferüberlauf
Alex E. Fischer, CDU, fordert Eigentumsnachweis für ‘Eigene Dateien’
Axel E. Fischer, CDU, fordert Browsepulver für Kinder-Chaträume.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Ausnahmen für try-catch-Blöcke.
Axel E. Fischer, CDU, fordert mehr Zugbegleiter im PCI Express.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Lärmschutz gegen RSS-Ticker.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Intellekt in Intellectual Property.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Gehörschutz für überlastete Prozess-Ohren.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Maßstabsangaben auf Grafik-Karten.
Axel E. Fischer, CDU, fordert spülmaschinenfeste Satellitenschüsseln.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Zuwanderungserleichterungen für Debuggerfahrer.
Axel E. Fischer, CDU, fordert die endgültige Klärung, ob bei Schily ein Schäuble locker war.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Virennacktscanner.
Axel E. Fischer, CDU, fordert schottische Staatsbürgerschaft für MacBook.
Axel E. Fischer, CDU, fordert LOLcats für Allergiker.
Axel E. Fischer, CDU, fordert die Verfilmung von “I, Phone”.
Axel E. Fischer, CDU, fordert artgerechte Haltung von Klammeraffen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Viagra-Pflicht für hängende Pointer.
Axel E. Fischer, CDU, fordert zentrale Meldestelle für Passwörter.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Rutschschutz für Schaltflächen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert seinen nächsten Sieg im Bullshit-Bingo
Axel E. Fischer, CDU, fordert Cduugle als Standard Suchmaschine.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Doping-Tests für Laufzeitumgebungen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Umsatzsteuer für CPUs.
Axel E. Fischer, CDU, fordert DEPP-Funktion in Windows.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Vogelfreiheit fürs Volk.
Axel E. Fischer, CDU, fordert mehr Atomkraft für Netbooks, Ende der Subventionen für AMD!
Axel E. Fischer, CDU, fordert strengere tierärztliche Untersuchungen für trojanische Pferde!
Axel E. Fischer, CDU, fordert mehr Sicherheitspersonal im PCI-Express Bus (besonders nach 22:00 Uhr)!
Axel E. Fischer, CDU, fordert eine stärkere Berücksichtigung der Belange von Vegetariern bei der Herstellung von Festplatten!
Axel E. Fischer, CDU, fordert Zentrale Einheitspartei Christlich Konservatives Europa (ZECKE).
Axel E. Fischer, CDU, fordert eine Schaufel für jede Sandbox.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Verbot von unchristlichen Voodoo – Grafikkarten.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Entertainment-Steuer auf Träume.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Verdummungsverbot für Politiker
Axel E. Fischer, CDU, fordert Laufzeitverlängerung für das A: Laufwerk
Axel E. Fischer, CDU, fordert Ökogutachten für Silbentrennung
Axel E. Fischer, CDU, fordert biometrietaugliche WebCams
Axel E. Fischer, CDU, fordert Notausgangsschilder für Backdoor
Axel E. Fischer, CDU, fordert Akteneinsicht in TCP/IP-Protokolle
Axel E. Fischer, CDU, fordert Chuck Norris auf nass zu werden, wenn er ins Wasser fällt.
Axel E. Fischer, CDU, fordert eine bessere Integration von türkischen Werbebannern.
Axel E. Fischer, CDU, fordert “All your base are belong to us”
Axel E. Fischer, CDU, fordert DIN-Norm für Any Key
Axel E. Fischer, CDU, fordert Zweitschlüssel für Keylogger

To be continue ….

Die meisten der Axel E. Fischer fordert Sprüche habe ich bei Norbert Hense gefunden!

30.07.2010
von Martin
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Wanderung Hamburg – Berlin #3

Teil III – Die Streckenplanung

Aus Rechtlichen Gründen darf ich die alte Karte hier leider nicht veröffentlichen (Ich denke aber, ein kleiner Ausschnitt ist okay). Ansonsten könnte der geneigte Leser sehen, dass die genaue Nachverfolgung der Strecke an Hand der zweihundert Jahre alten Karte nicht ganz so einfach ist. Doch wie sollte ich bei der Streckenplanung vorgehen?
Erst einmal habe ich mich über die liebevolle Art gefreut, in der die Karte gemalt ist. Nicht gezeichnet, sondern gemalt. Mit einer wunderbaren Detailgenauigkeit und –verliebtheit wurde jede Wegbiegung, Kurve und Kreuzung in der Karte verewigt. Natürlich hat sich in den letzten Jahrhunderten einiges an der Bebauung der Landschaft und der Straßenverläufe verändert. Da waren mir Google-Maps und Earth eine sehr große Hilfe, denn darüber konnte ich ziemlich genau den ursprünglichen Weg nachvollziehen. Gerade durch die Luftaufnahmen ließen sich die alten Pfade, so sie nicht mittlerweile Asphaltiert sind, sehr schön erkennen.

Da ich die Tour nicht allein machen wollte, sondern zusammen mit meiner lieben Frau, die dem Camping, insbesondere dem wilden Campen nicht so zugetan ist, musste ich das natürlich in der Planung mit einbeziehen und die Tagesetappen so planen, dass wir am Abend immer in einem Ort mit Unterkunftsmöglichkeiten ankamen. Eine Aufgabe, die sich im Vorfeld nicht gut Planen lässt, da es hier eine Unzahl von unbekannten Variablen, wie zum Beispiel das Wetter und die körperliche Fitness gibt. Blasen kann man nicht planen! Wenn ich allein losgelaufen wäre, hätte ich mein kleines Zelt eingepackt und am Tagesende irgendwo in die Pläne mein Zelt aufgebaut. So waren wir jedoch auf Gasthäuser und Pensionen angewiesen.

Die Reaktionen von Freunden und Bekannten, denen wir von unserem Vorhaben erzählten, konnten unterschiedlicher nicht sein. Die Aussagen reichten von „Ihr seid doch bekloppt“, „ist euer Auto kaputt?“ über „das ist aber sehr ambitioniert“ bis hin zu „hm, das würde ich auch gern mal machen“. Allein der Vorsatz die Strecke in zehn Tagen bewältigen zu wollen rief bei einigen unserer Freunde Kopfschütteln hervor. Wobei ich mir zu dem Zeitpunkt der Planungen noch keine Sorgen darüber machte. Ich dachte mir „durchschnittlich dreißig Kilometer am Tag sollten doch locker zu schaffen sein“. Nur die Möglichkeit, dass es mehrere Tage hintereinander regnen könnte machte mir ein wenig Angst, da das natürlich gar keinen Spaß machen würde. Und um es gleich zu sagen, dreißig Kilometer am Tag sind sehr ambitioniert… Und wie heißt es so schön: „Wer zu früh plant, plant zweimal“ oder „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“. Aber lesen Sie selbst.

Im Gegensatz zu den Herren Holtz und Janetzki lag unser Hauptaugenmerk nicht darauf, die Strecke wirklich vom eigentlichen Startpunkt am Stephansplatz in Hamburg bis zum Oranienburger Tor in Berlin zu laufen. Der Weg aus Hamburg heraus, führt zwar auch durch schöne Ortsteile, wie z.B. den Boberger Dünen, aber auch über Bergedorf, Geesthacht und Lauenburg bis nach Boitzenburg an der B5 entlang, die teilweise vierspurig ausgebaut keinen wirklichen Wandergenuss darstellt. Ebenso verhält es sich in Berlin, so dass wir die Strecke insofern abkürzen wollten, als dass wir am Bahnhof Bergedorf starten und unsere Wanderung in Berlin Tegel beenden würden.
Es blieben so noch 265 Kilometer Wegstrecke, die wir in acht Etappen aufgeteilt haben.

1. Etappe: Von HH-Bergedorf nach Lauenburg [29 Km]
2. Etappe: Von Lauenburg nach Brahlstorf [29 Km]
3. Etappe: Von Brahlstorf nach Woosmer [29 Km]
4. Etappe: Von Woosmer nach Lenzen [25 Km]
5. Etappe: Von Lenzen nach Perleberg [27 Km]
6. Etappe: Von Perleberg nach Kyritz [43 Km]
7. Etappe: Von Kyritz nach Fehrbellin [35 Km]
8. Etappe: Von Fehrbellin nach Tegel [45 Km]

Und wie vermutet, sind die Etappen zwar schön geplant, aber wie gesagt: Erstens kommt es anders ….
Was denn jetzt anders war ist in den nächsten Abschnitten beschrieben.

Mehr dazu folgt im nächsten Teil oder zurück zu Teil II.

Bisherige Artikel zu Thema:
Wanderung Hamburg – Berlin #1
Wanderung Hamburg – Berlin #2

27.07.2010
von Martin
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Wanderung Hamburg – Berlin #2

Teil II – Die Recherche

Wie ich im ersten Teil meines Berichtes bereits erwähnt habe, konnte man meine ersten Erkenntnisse mit Hilfe von Google, durchaus als mager bezeichnen. Zwar gibt es relativ viele Informationen über die Geschichte der Postkutschen, bzw. der Postrouten, aber leider so gut wie keine Beschreibungen der tatsächlichen Strecke.

Trotzdem war mein Jagdinstinkt geweckt; Irgendwo musste es einfach eine Beschreibung dieser Strecke geben. Durch die Recherche wurde auch der Wunsch intensiver, die Strecke so genau wie möglich auf der alten Route zu laufen. Was lag jetzt näher, als die Errungenschaften des Web 2.0, das social Media zu benutzen um an die benötigten Informationen heranzukommen. Warum twittere ich, warum bin ich bei Facebook und warum blogge ich, wenn ich nicht versuche, auf diesem Weg eine Vielzahl von Menschen anzusprechen, die mir vielleicht in dieser Situation helfen könnten. Frohen Mutes sendete ich meine Anfragen in die verschiedenen Kanäle und siehe da: Die Web 2.0 Gemeinde lieferte folgendes: Nada, rien, niente, nichts.
Das heißt, nicht ganz nichts. Jemand gab mir einen Hinweis auf den deutschen Wanderverein, aber auf deren Webseite war auch nichts zu diesem Wanderweg zu finden, was sicher daran lag, dass es sich hier nicht um einen offiziellen (Fern)Wanderweg handelt.

Manchmal bin ich jedoch ein Glückskind! Bei der Suche über Google fand ich einen Artikel der Welt-Online aus dem Jahre 2004. In diesem Artikel wurde ein Berliner Hobby-Historiker vorgestellt, der diesen Weg 1994 von Berlin nach Hamburg gegangen ist und dieses 2004 in die andere Richtung wiederholen wollte. Glücklicherweise ist der Mann, Wolfgang Holtz, sehr rührig, was Vorträge, Führungen und Forenaktivitäten angeht. So nahm ich mir ein Herz und schrieb den Herrn Holtz einfach mal an. Zurück kam eine eMail mit dem Angebot, ihn anzurufen, denn er würde gern diese Forschungen, die er mit einem Freund zusammen gemacht hat mit mir teilen.

Nach einem fast zweistündigen, hochinteressanten und mit vielen nützlichen Informationen bestücktem Telefonat ließ mir Herr Holtz eine digitale Farbkopie einer Karte aus dem Jahre 1800 zukommen, die die Postillione auf ihrem Kutschbock bei sich führten und nach der sie die Strecke befuhren. Mit Hilfe dieser Karte war es mir dann möglich, den Streckenverlauf genau zu rekonstruieren.

Mehr dazu folgt im nächsten Teil oder zurück zu Teil I.

Bisherige Artikel zu Thema:
Wanderung Hamburg – Berlin #1
Wanderung Hamburg – Berlin #3

27.07.2010
von Martin
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Wanderung Hamburg – Berlin #1

Teil I – Wenn Schnapsideen Realität werden…

Vor einiger Zeit, ich glaube es war im Jahr 2008, sah ich im Regionalprogramm des NDR Fernsehens einen Bericht, in dem der historische Postkutschenweg von Hamburg nach Berlin vorgestellt wurde. Ich hatte seinerzeit diese Meldung nur sehr unaufmerksam, quasi mit „einem halben Ohr“ verfolgt, das Thema blieb aber trotzdem in meinem Hinterkopf gespeichert. Dann, im Sommer 2009, habe ich in der Zeitschrift Fit for Fun einen Artikel gelesen, der eine Radtour von Hamburg nach Berlin beschrieb. Es war dort zwar nicht die Rede von dem historischen Postweg, aber die Transferleistung diese beiden Themen miteinander zu verbinden fiel mir nicht schwer, zumal ich die Idee diese Strecke mit alternativen Verkehrsmitteln zu meistern sehr interessant fand.

Schon seit langem ist die Durchwanderung des ungefähr 3400 Kilometer langen Appalachian trails ein sehr großer Traum von mir und daher lag es für mich nahe, diese Strecke nicht mit dem Fahrrad, sondern zu Fuß bewältigen zu wollen. Dreihundert Kilometer sollten doch ein Klacks sein, wenn man eine Wanderung von über dreitausend Kilometern durch die Wildnis von 14 Staaten an der amerikanischen Ostküste machen möchte. Niemandsland gibt es in Mecklenburg und Brandenburg zwar auch, aber das ist dennoch etwas völlig anderes. So ist der gelegte aufkeimende Samen dann langsam von einer Idee zu einer Pflanze Namens Vorhaben unter dem Motto „Das muss ich unbedingt mal machen“ gewachsen.

Da wir aus Gründen in diesem Jahr keinen Auslandsurlaub machen wollten, habe ich dann Anfang Juli damit angefangen Informationen über die historische Postroute im Internet zu suchen. Das Ergebnis war geradezu erschreckend, nämlich so gut wie keine brauchbaren Informationen. In Worten: Nada, rien, niente, nichts.

Zwar hat man durchaus immer wieder Hinweise auf den Postkutschenweg gefunden, aber es schien so, als ob dieser Weg zwar existierte, aber nachdem die letzte Postkutsche diese Strecke befahren hat, größtenteils vergessen wurde.

Jetzt stellte sich mir die Frage, was ich nun mit dieser Idee anfangen sollte? Dass ich von Hamburg nach Berlin laufen wollte stand für mich fest. Sollte ich mir eine eigene Strecke überlegen, oder mit dem Postcours weitermachen? Ich bin kein Historiker und meine Motivation aus allen möglichen Quellen die Fragmente des Postweges zusammenzusuchen und wie bei einem Puzzle zu einer kompletten Reiseroute zu einem Bild zusammen zu fügen, war zum einen aus Zeitgründen gering, zum anderen war mir auch nicht wirklich klar, wo ich damit anfangen sollte. Also dann doch einfach eine eigene Strecke ausdenken. Von Hamburg bis Wittenberge an der Elbe entlang und dann über Kyritz, Fehrbellin und Henningsdorf nach Berlin.

HH-Berlin – Alternativroute auf einer größeren Karte anzeigen

Als ich dann Informationen zu diesen Orten gesucht habe, stieß ich immer wieder auf Hinweise zu diesem ominösen Postweg. Das führte -natürlich- dazu, dass ich immer neugieriger auf den Weg wurde und dann auch unbedingt herausfinden wollte, wie der Verlauf des Postkutschenweges war. Es wurde also Zeit, die Leistungsfähigkeit Googles zu Testen.

Mehr dazu folgt im nächsten Teil.

Weitere Artikel zu Thema:
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